Blindenwanderung - LC Reutte Außerfern

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Blindenwanderung

Alle, die erstmals erfahren, daß Blinde schilaufen, wandern, sogar klettern können, zweifeln an dieser Aussage oder stellen diese sportlichen Aktivitäten in Frage. Erstmals in Reutte vorgestellt hat diese Aktivitäten am 12.1.1975 der aus Tirol stammende Pater Wilfried Lutz bei einem Vortrag. Nach diesem Schlüsselerlebnis wurde die erste Blindenbergwoche auf der Ehrwalderalm im Sommer 1976 durchgeführt.

Seit damals organisierte Dr. Reinhold Wolf jährlich Blindenwandertage, bei der sich Blinde oder stark Sehbehinderte aus Österreich und Deutschland treffen. Betreut von „sehenden“ Lions sind diese Tage ein bereicherndes Erlebnis für die Blinden aber nicht minder für die Begleiter. Als Anerkennung für seinen Einsatz erhielt Dr. Reinhold Wolf die höchste Auszeichnung, die Lions vergeben können, den Melvin-Jones-Fellow.


Bericht 2012
Unter der Leitung von Dr. Reinhold Wolf veranstaltete der LC Reutte vom 2. bis zum 5. Juni 2011 wieder seine jährliche Blindenwanderung.

in diesem Jahr swurde das Pitztal von der Einmündung der Pitze in den Inn bis zum Talschluss erwandert. Die fast 50-köpfige Gruppe (davon 17 Blinde aus Deutschland und Österreich) fand Unterkunft in Jerzens im Hotel Lamm. Die Wanderung begann mit der Überquerung der Pitzeschlucht über den „Benni-Raich-Steg" und weiter über Wald nach Waldeck zu einer Einkehr mit Weißwurst. Gestärkt ging es nach Wenns, und schließlich wurde auch der letzte Anstieg nach Jerzens geschafft. Nach dem Abendessen informierte der Dorfchronist Helmut Reinstadler über den Aufstieg seiner Heimat vom armseligen Dorf zu einem bekannten Wintersportort.

Pünktlich um 9 Uhr pfiff Dr. Wolf zum Aufbruch zur nächsten Tageswanderung vom Hotel taleinwärts über Schön, Rietzenried, Gabelsau, Zaunhof, Hairlach nach Boden, wo uns unser Wirt mit Gulaschsuppe und Würsteln im „Wirtshaus mobile" verwöhnte. Weiter ging es nun entlang der Pitze bis Eggenstall. Von dort wurden die müden Wanderer samt den drei Hunden mit dem Bus zurück ins Hotel gebracht. Eggenstall war am dritten Tag der Ausgangspunkt der letzten Etappe. Es ging zuerst über Weixmannstall, Neurur, Trenkwald, Köfels, Weißwald und Plangeroß, bis ein gewaltiger Bergsturz die Gruppe einbremste. Froh, die Hindernisse überwunden zu haben, traf man sich zu einer Mittagsrast in der Taschachalm am Talschluss. Ein großer Dank an Dr. Reinhold Wolf, der auch heuer wieder durch seine Initiative den Teilnehmern vier schöne Tage beschert hat. Seit 33 Jahren organisiert er die Blindenwanderungen immer perfekt.






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